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Aus unserer Sicht ist eine Therapie - eine aktive Aufarbeitung - zu empfehlen. Der sich auch die Väter stellen sollten, nur auf den ersten Blick scheinen Sie von einer solchen Situation weniger betroffen zu sein.
Diese Aufgabe zu bewältigen war nicht leicht, es bedurfte der Zeit, vielen Tränen und grosser Kraft. Die Trauer um ein verlorenes Kind vergeht nie, nur der Schmerz über den Verlust kann mit der Zeit geringer werden. Für Nellifer konnten wir ein Grab auf einem Kinderfeld einrichten, wir besuchen sie so oft es uns möglich ist. Diese Besuche sind uns wichtig, von besonderer Bedeutung sind diese für unseren Sohn (damals vier Jahre). Die Besuche ermöglichen es ihm mit dem Verlust besser umgehen zu können. Unsere Befürchtung das sein Asthma, das seit einer speziellen, umfangreichen Behandlung nicht mehr aufgetreten ist erneut ausbrechen könnte. Ist nicht eingetreten, dennoch geht eine solche Situation auch an einem Kind nicht einfach vorbei. Um Nellifer am Abend beim einschlafen bei sich zu haben, hat er einem kleinen Stofftier den Namen Nellifer gegeben. Er achtet sehr darauf das Nellifer am Abend immer an seinem Kopfkissen liegt.
Am 9. Oktober 2008 gab es erneut eine Veränderung in unserem Leben, eine gewollte Veränderung. Zu unserer grossen Freude erblickte unsere kleine “Kimjo” gesund und munter das Licht der Welt. Lange haben wir uns mit dem Gedanken beschäftigt, ob wir unserem Sohn einen Bruder oder eine Schwester schenken sollten. Die Entscheidung viel uns nicht leicht. Denn Nellifer’s Herz hat trotz aller Vorsorgeuntersuchungen aufgehört zu schlagen, letztlich konnte dafür kein medizinischer Grund ermittelt werden. Selbst eine Obduktion - der wir nicht mit leichten Herzen zugestimmt haben - ergab auch keinen Befund. Um so schwieriger war es eine Entscheidung zu treffen. Wir sind sehr froh das es unserer kleinen “Kimjo” gut geht. Sie hat uns das Lachen wieder gegeben.
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